Herr Motter, Sie sprechen oft von „goTOzero Impact Logistics“. Wie weit ist Logistik bei Volkswagen davon noch entfernt?
Motter: Wenn wir über Nachhaltigkeit im Landtransport reden, müssen wir uns einer Tatsache stellen: Rund 95 Prozent unserer Emissionen im Transportnetzwerk werden heute durch den Lkw verursacht. Das heißt im Umkehrschluss: Wenn wir unsere Klimaziele, also die des ganzen Konzerns, erreichen wollen, müssen wir genau hier ansetzen. Zwar ist die Bahn im Landtransport der energieeffizienteste Verkehrsträger. Pro bewegte Tonne fallen schon mit Diesel-Loks weniger CO2-Emissionen an als beim Diesel-Lkw – und mit Strom oder Ökostrom verbessert sich das Verhältnis weiter. Doch wir müssen realistisch bleiben: Nicht jeder Verkehr kann auf die Schiene, denn nicht jeder Teilelieferant hat einen Gleisanschluss oder kann einen bekommen. Deshalb führt am elektrischen Lkw für die Straße kein Weg vorbei.