Die Zukunft ist automatisch

Mobilität 4.0: Selbstfahrende Fahrzeuge, Lkw-Kolonnen auf Autobahnen, ohne dass die Fahrer das Lenkrad berühren, ein vollautomatischer Containerumschlag und fahrerlose Busse in Städten – alles reine Zukunftsmusik? Von wegen! Gerade in der Transportbranche bietet das automatisierte Fahren viel Potenzial hinsichtlich Effizienz und Sicherheit. Und das schon heute, wie MAN in zahlreichen Pilotprojekten unter Beweis stellt. Aber es gilt auch Herausforderungen zu meistern auf dem Weg zum vollautonomen Truck beziehungsweise Bus. Ein Überblick.

MAN gewinnt den „Truck Innovation Award 2024“

Die beiden Forschungs- und Entwicklungsprojekte ANITA und ATLAS-L4 wurden von einer Jury aus 25 Fachjournalisten mit dem renommiertem Zukunftspreis der Internationalen Jury „Truck of the Year“ ausgezeichnet. An beiden Projekten hat MAN großen Anteil– mit dem Ziel, Transportprozesse durch Automatisierung zu optimieren und sicherer zu machen.

Im Rahmen von ATLAS-L4 werden autonome Lkws im Hub-to-Hub-Verkehr getestet. Dadurch sollen Ermüdungsunfälle reduziert, der Fahrermangel gemildert und Transportprozesse optimiert werden. Ziel von ANITA ist es, autonome Lkws in Logistik-Hubs zu integrieren. Im Zuge des Projektes entwickelte MAN dafür einen selbstfahrenden Truck, der die Containerverladung von der Straße auf die Schiene mit Hilfe einer digitalen Missionsplanung selbstständig erledigt. „Die MAN Projekte beweisen, dass autonome Lkw Logistik sicherer und effizienter machen können“, so die Jury. Weitere Informationen finden Sie hier.

2-1---2400-x-1200-px-man-automatisierung-truck-innvoation-award.jpg
4-3---2400-x-1800-pxman-stories-minga-header.jpg

MAN treibt auch die Automatisierung von Bussen voran

Viele Gründe sprechen dafür, Busse zu automatisieren: Insbesondere im Stadtverkehr lassen sich so große Potenziale hinsichtlich Effizienz und Sicherheit erschließen. Aber auch die Kosten für die Flottenbetreiber sollen sinken, etwa durch den geringeren Personaleinsatz. Zudem können automatisierte Busse langfristig dazu beitragen, dem immer stärkeren Fahrermangel zu begegnen.

  

Im Rahmen des Forschungsprojektes MINGA („Münchens automatisierter Nahverkehr mit Ridepooling, Solobus und Bus-Platoons“) werden MAN und die Stadtwerke München einen automatisierten und vollelektrischen MAN Lion’s City E auf einer Linie testen, die durch den Olympiapark führt und insbesondere von Touristen, Erholungssuchenden und Menschen in ihrer Freizeit genutzt wird. Der Pilotbetrieb des automatisierten Stadtbusses wurde 2025 gestartet.

  

Ausgestattet ist der eBus mit einem intelligenten Automated Driving System (ADS) von Mobileye, das eine hochentwickelte Sensorik nutzt. Bei allen Tests wird dennoch immer ein Sicherheitsfahrer an Bord sein.

  

Weitere Informationen finden Sie hier.

  

Teaser-2---1536-x-1536pxMAN-stories-Uebersicht-Assistenzsysteme-Header.jpg

Eingebaute Sicherheit

Eine erweiterte Auswahl an Assistenzsystemen für sichere Löwen.

Teaser-2---1536-x-1536px-man-wissing-autonomer-truck-header.jpg

Calypso schreibt Geschichte

MAN hat die erste Autobahnfahrt eines autonomen Lkw in Deutschland erfolgreich durchgeführt. Bereits 2025 folgen erste Tests im Hub-to-Hub-Verkehr in typischen Kundenanwendungen.

1-1---2400-x-2400-px-man-stories-intranet-mobilitymove-header.jpg

Blick auf den automatisierten Stadtbus der Zukunft

Die „Mobility Move“ in Berlin zeigte vom 5. bis 7. März Innovationen rund um Elektromobilität, Autonomes Fahren und Digitalisierung. Ein Highlight war der „BeIntelli“-Bus auf dem MAN Stand.

Teaser-2---1536-x-1536px-man-stories-fod-mohit-header.jpg

„Es geht vielmehr um soziale Interaktion und Teambildung, als nur um Sprache.“

Mohit Kumar Garg ist Controls Engineer in der MAN-Zentrale in München. Er stammt ursprünglich aus Sonipat, einer Stadt in Indien. Für sein Masterstudium zog er 2015 nach Deutschland und kam 2018 zu MAN – zunächst als Praktikant, später als Doktorand. In diesem Interview erzählt er uns, wie es für ihn war, mit nur wenig Deutschkenntnissen in Deutschland zu arbeiten, und wie er es geschafft hat, sich in das neue Arbeitsumfeld einzufügen.

Teaser-2---1536-x-1536pxman-stories-minga-header.jpg

Probeläufe für den Stadtverkehr der Zukunft

Emissionsfrei, vernetzt – und automatisiert: So sieht die Zukunft der urbanen Busmobilität aus. MAN arbeitet seit Jahren an fahrerlosen Bussen, unter anderem im Projekt MINGA in München.

Teaser-2---1536-x-1536px-man-stories-atlas-zwischenbilanz-header.jpg

ATLAS-L4: Fahrerlos auf der Autobahn

Ende Oktober wurde im MAN Truck Forum ein Zwischenfazit zum Förderprojekt ATLAS-L4 gezogen. Wichtige Meilensteine sind erreicht. Jetzt steht der Praxistest im Jahr 2024 bevor.

Teaser-2---1536-x-1536px-man-stories-anita-abschluss-header.jpg

Mit ANITA in die Zukunft

In Ulm hat MAN gemeinsam mit Partnern den Einsatz autonomer Lkw in einem Containerterminal entwickelt und erprobt. Die Technik funktioniert.

Teaser-2---1536-x-1536px-man-halbzeitbilanz-anita-header.jpg

Blaupause für die Zukunft

Im Projekt ANITA testen MAN und drei Partner den autonomen Containerumschlag. Lesen Sie mehr!

man-stories-ee-architektur-teaser.jpg

Bereit für die Zukunft

Die E/E-Architektur von MAN Trucks nutzt eine zentrale Steuereinheit. Sie setzt schon heute Maßstäbe bei der Digitalisierung und ist die Basis für alle Fahrzeug-Generationen ab 2023/24.

man-stories-roadmap-autonome-lkw-teaser-1536x1536.jpg

MAN setzt voll auf autonome Lkw

MAN treibt den Güterverkehr mit autonomen Lkw weiter voran. Bis Ende des Jahrzehnts sollen die Zero-Emission-Trucks in die Serienproduktion gehen.

Keine Ergebnisse gefunden

Förderung des autonomen und vernetzten Fahrens

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Transformation des Automobilsektors zu unterstützen, um die Klimaziele im Verkehrsbereich zu erreichen. Zudem sollen Arbeitsplätze sowie Wertschöpfung in Deutschland erhalten bleiben.

Deutschland soll dadurch zum Innovationsstandort für autonomes Fahren werden. Im Rahmen der neuen Förderrichtlinie „Autonomes und vernetztes Fahren in öffentlichen Verkehren“ werden anwendungsorientierte Forschungsvorhaben im Bereich des autonomen und vernetzten Fahrens im Straßenverkehr gefördert.

Mehr Informationen

Projekte auf dem Weg

Automatisch fahrendes Absicherungsfahrzeug aFAS von MAN auf der Straße
Platooning-Lkw von MAN
Ein Lkw von MAN im Containerterminal

Die Automatisierungsstufen

Assistiert, teilautomatisiert, hochautomatisiert, vollautomatisiert, autonom: Das sind die fünf Stufen auf dem Weg zum selbstfahrenden Fahrzeug. Und das bedeuten sie.

Stufe 0 – Nicht-automatisiertes Fahren

Es gibt keine automatisierten Fahrfunktionen, der Fahrer führt alle Fahrfunktionen, also die Längsführung (Geschwindigkeit halten, Gas geben, bremsen) und die Querführung (lenken), selbst aus. Es gibt nur unterstützende Systeme an Bord, die aber nicht eingreifen.

Stufe 1 – Assistiertes Fahren

Die meisten moderne Fahrzeuge, so auch die Produkte von MAN, bieten schon heute eine Vielzahl an Systemen, die den Fahrer aktiv unterstützen, zum Beispiel beim Halten der Spur oder beim Halten von Abstand und Geschwindigkeit. Der Fahrer behält dabei aber zu jeder Zeit die volle und aktive Fahraufgabe und ebenso die Verantwortung.

Stufe 2 – Teilautomatisiertes Fahren

Verschiedene Level-1-Systeme wie Spur-, Abstands-, und Geschwindigkeitsführung werden zu teilautomatisierten Fahrfunktionen kombiniert. Unter definierten Rahmenbedingungen hält das Fahrzeug die Spur, bremst und beschleunigt selbstständig. Ein Beispiel hierfür ist der Stauassistent der neuen MAN Truck Generation, der in Stausituationen auf Autobahnen bis 60 km/h das Fahrzeug entsprechend der gegebenen Verkehrsbedingungen zum vorausfahrenden Fahrzeug selbstständig bewegt. Der Fahrer behält aber weiter die volle Verantwortung für die Fahraufgabe und die Fahrsicherheit. Er muss die Fahrzeugsysteme permanent überwachen und jederzeit eingreifen, sollte die Situation es erfordern.

Stufe 3 – Hochautomatisiertes Fahren

Der Fahrer muss die Längs- und Querführung des Fahrzeugs nicht mehr dauerhaft überwachen, muss jedoch weiter in der Lage sein, nach Aufforderung durch das System die Fahraufgabe zu übernehmen. Das System fordert den Fahrer zur Übernahme der Fahraufgabe auf, sobald es erkennt, dass die Umgebungsbedingungen nicht mehr dem Funktionsumfang des Assistenzsystems entsprechen.

Stufe 4 – Vollautomatisiertes Fahren

Das Fahrzeug fährt auf vordefinierten Streckenabschnitten wie der Autobahn oder auf abgeschlossenen Geländen vollständig selbst, der Fahrer muss das System nicht permanent überwachen und kann während des vollautomatisierten Fahrens andere Aufgaben übernehmen oder das Fahrzeug sogar verlassen, zum Beispiel beim Containerumschlag auf einem Terminalgelände. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen bieten schon heute die Möglichkeit des Fahrens ohne Fahrer auf entsprechend abgeschlossenen und gesicherten Geländen. Ab Level 4 und höher muss dabei aber eine „Off-Board“-Kontrollebene vorhanden sein, die Fahreinsatz- und Fahraufgabe des Level-4-Fahrzeugs überwacht und steuert.

Stufe 5 – Autonomes Fahren ohne Fahrer

Das Fahrzeug kann vollumfänglich auf allen Straßentypen, in allen Geschwindigkeitsbereichen und unter allen Umfeldbedingungen die Fahraufgabe vollständig allein durchführen. Ein menschliches Eingreifen ist bis auf das Festlegen von Ziel und dem Systemstart nicht mehr nötig. Im Gegensatz zum Level 4 bedarf es beim Level 5 noch einer umfassenden technischen Weiterentwicklung der Systeme, aber auch umfangreicher gesetzlichen Rahmensetzungen und unterstützender Systeme der Verkehrsinfrastruktur.

Ein Containerterminal
4-3---2400-x-1800-pxman-stories-minga-technik.jpg
Lkw von MAN auf einer Autobahn

Unsere Assistenzsysteme für die einzelnen Produkte