Holz und Halligalli
Bei den traditionellen Isar-Floßfahrten gleiten riesige schwimmende Party-Plattformen aus langen Fichtenstämmen den Fluss hinab. Am Ende wartet schon Andreas mit seinem Lkw.
Schon im 15. Jahrhundert brachten Flößer das Bauholz für die Münchner Frauenkirche über die Isar in die Stadt. Heute transportieren die imposanten Holzkonstruktionen vor allem feiernde Menschen, fassfrisches Augustiner-Bier und Blaskapellen. Bayerischer geht’s nicht. Damit die legendären Isar-Floßfahrten reibungslos ablaufen, braucht es Spezialisten wie Andreas Leidgschwendner. Er fischt die 18 Meter langen Baumstämme aus dem Wasser und transportiert sie zurück zum Startpunkt.
„Langholz war schon immer mein Ding“, sagt Andreas. Für den 43-Jährigen würde nichts anderes infrage kommen. „Ich kenne es nicht anders.“ Bereits sein Großvater und sein Vater fuhren das Holz für die Isar-Flöße der Flößereien Angermeier und Seitner. 2010 stieg Andreas in das 1955 gegründete Familienunternehmen ein.
Im Lkw sitze ich ja mehr drin als in meinem Wohnzimmer. Auf ein gutes Radio kann ich nicht verzichten. “
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