MAN Schweiz

Raphaels Weg vom Beifahrersitz zum eigenen Unternehmen

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„Ich lebe meinen Traum.“ Raphael Dierks braucht nicht lange nachzudenken, wenn man ihn fragt, was das Truckerleben für ihn bedeutet. Mit seinem eigenen Unternehmen und einem TGX 18.560, der bis ins letzte Detail seinen Vorstellungen entspricht, hat der 35-Jährige sich erfüllt, wovon er als Teenager träumte. Ein Traum, der in den Sommerferien im Führerhaus seines Onkels begann.

Später begleitete er auch seinen Cousin auf Touren durch ganz Deutschland. „Das hat mich dann irgendwie infiziert“, erinnert er sich. Vier, fünf, manchmal sechs Wochen am Stück verbrachte er in den Schulferien auf dem Beifahrersitz.

„Irgendwann habe ich dann gesagt: Ich werde später Lkw-Fahrer“, erzählt Raphael. Die Reaktion seiner Eltern? Wie bei den meisten Eltern eines 14-Jährigen: „Ja, ja, klar.“ Doch bei ihm blieb es nicht bei einer Phase. Er fing an, Bilder von Lkw zu sammeln, beobachtete Trucks auf der Straße. Die Faszination ließ nicht nach.

Irgendwann habe ich dann gesagt: Ich werde später Lkw-Fahrer.
Lkw mit Kran im Sonnenuntergang

Der strategische Umweg

Nach der Schule entschied sich Raphael bewusst für eine Ausbildung zum Mechatroniker im Fachbereich Nutzfahrzeugtechnik. Nicht, weil er vom Fahren abgekommen wäre, sondern, weil er ein Fundament wollte. „Um für mich selbst noch mal dieses technische Verständnis aufzubauen“, erklärt er. Und um eine Absicherung zu haben, falls es mit dem Fahren nicht klappen sollte. 2011 machte er seinen Lkw-Führerschein. Seitdem ist er unterwegs.

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Der Traum wird greifbar

2021, mitten in der Corona-Pandemie, stand Raphael nach einem gescheiterten GmbH-Versuch vor einer Entscheidung: zurück ins Angestelltenverhältnis oder den Weg alleine weitergehen? Er entschied sich fürs Risiko. „Einen richtigen Zeitpunkt gibt’s dafür sowieso nicht“, sagt er.

Sein erstes eigenes Fahrzeug? Ein MAN TGX 18.560 mit D30-Motor. Und der sollte von Grund auf nach seinen Wünschen gebaut werden. „Das Werk hat meinen eigenen Lkw gebaut“, sagt Raphael. In seiner Stimme schwingt noch immer Ungläubigkeit mit.

Was folgte, war ein aufwendiger Umbau: vier Wochen in einer holländischen Lackiererei, individuelle Farbgestaltung in Beige und Lila, jedes Detail durchdacht. Bei der Enthüllungsparty, die Raphael organisierte, war selbst sein MAN-Verkäufer sprachlos.

Wenn Raphael Dierks heute gefragt wird, wo seine berufliche Reise noch hingehen soll, antwortet er überraschend bescheiden: „Wenn alles so bleibt und ich gesund bleibe, bin ich schon glücklich.“ Was er sich wünscht, ist etwas anderes: der Jugend zu zeigen, dass dieser Beruf eine „coole Geschichte“ sein kann. So, wie sein Onkel es ihm einst gezeigt hat.

Lkw mit Kran im Schnee

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