MAN Schweiz

Wie Roberto Minauf mit seinem MAN Löwen die Geschichte seiner Familie weiterfährt

Er wuchs im Fahrerhaus auf. Heute fährt Roberto Minauf einen MAN F2000, der die Geschichte seiner Familie erzählt. Mit Blitzsymbolen, die sein Vater vor 25 Jahren erfand.

Der Fahrerraum eines Lkw war für Roberto nie nur ein Arbeitsplatz. Er war sein Spielzimmer, sein Rückzugsort, der Ort, an dem er sich seine Zukunft ausmalte. „Als Kind war das Fahrerhaus des Lkw meines Vaters mein liebster Spielplatz“, erzählt der Kroate aus der kleinen Stadt Virovitica. „Ich habe mir immer vorgestellt, wie ich dieses Ungetüm auf Rädern fahre.“  Heute, viele Jahre später, hat er sich diesen Traum erfüllt.

Weißer Lkw auf Schotterparkplatz

Drei Generationen, ein Beruf

Die Geschichte der Familie Minauf im Transportwesen beginnt 1981. Robertos Großvater legte damals den Grundstein für das, was heute das älteste Transportunternehmen in Virovitica ist. „Dieses Jahr feiern wir unser 45-jähriges Firmenjubiläum“, sagt Roberto. Drei Generationen, die ihr Leben im Lkw verbracht haben. Drei Generationen MAN.

Die Liste der Fahrzeuge, die durch die Hände der Familie gingen, liest sich wie ein Kapitel Nutzfahrzeuggeschichte: MAN 361, 362, 372, 422, 463, 464, später die TGA-Baureihe. Roberto kennt sie alle. Doch eines dieser Modelle nimmt einen besonderen Platz ein – nicht wegen seiner technischen Daten, sondern wegen einer kleinen Zeichnung.

Die Geburt der Blitze

Vor 25 Jahren stand Robertos Vater vor seinem Lkw. In der Hand hielt er einen Filzstift. Was dann passierte, wurde zur Familientradition. „Mein Vater zeichnete Blitze mit einem Filzstift auf das Fahrerhaus“, erinnert sich Roberto. „Nachdem der Entwurf fertig war, malte er sie auf, und so entstand in unserem Unternehmen die Tradition, dass jeder Lkw Blitzsymbole trägt.“ Was als spontane Idee begann, wurde zum Erkennungszeichen. Ein Symbol für Kontinuität in einer Branche, die sich ständig verändert.

Mann vor LKW bei nacht

Ein Lkw für den Traum, nicht für die Arbeit

Robertos aktuelles Fahrzeug, ein MAN 19.414 aus dem Jahr 1999, steht nicht im Dienst der Spedition. Dieser F2000 hat einen anderen Auftrag. „Er wird ausschließlich für Truck-Shows und zu unserem Vergnügen genutzt“, erklärt Roberto. Eigentlich wollte er einen älteren 422 oder 463 restaurieren, doch diese Modelle waren in seiner Region kaum zu finden. Der F2000 wurde zur besten Alternative – und zum perfekten Träger einer besonderen Vision.

„Das Ziel des Projekts war es, einen Lkw zu bauen, der unserem Kindheitstraum entsprach, nicht andere zu beeindrucken“, sagt Roberto. Dass der Wagen trotzdem Aufmerksamkeit erregt, überrascht ihn selbst. „Die Leute kommen auf mich zu, stellen Fragen, machen Fotos und grüßen, wenn sie uns auf der Straße sehen.“

Wenn Roberto über Oldtimer spricht, spürt man seine Leidenschaft. „Für uns sind alte Lkw ein Symbol für Stolz und Tradition in der Transportbranche“, sagt er. „Jeder von ihnen hat seine eigene Seele und trägt den Geist vergangener Zeiten in sich. Wenn man sich einem alten Lkw nähert, spürt man seine Seele, man hat das Gefühl, er sei lebendig.“

Schon mit vier Jahren wusste ich, dass ich diesen Beruf machen will. Und ich habe mir diesen Traum erfüllt.
Weißer LKW bei nacht

Der erste Preis

Bei der Truck-Show in Novi Vinodolski, dem wichtigsten Lkw-Treffen Kroatiens, trat Roberto mit seinem F2000 in der Kategorie „Old School“ an. Das Ergebnis: der erste Platz. „Ich bin vor allem stolz darauf, weil die Konkurrenz sehr stark war“, sagt er. „Es ist mein erster Preis überhaupt, daher bedeutet er mir besonders viel.“

Auf die Frage, was das Fahren für ihn so besonders macht, muss Roberto nicht lange überlegen. „Schon mit vier Jahren wusste ich, dass ich diesen Beruf machen will. Und ich habe mir diesen Traum erfüllt.“

Was er sich für die Zukunft wünscht, verrät viel über den Menschen hinter dem Steuer: „Ich möchte eines Tages, wenn ich alt bin, in die Garage gehen, ihn ansehen, lachen und sagen können, dass sich alles, was wir zusammen erlebt haben, gelohnt hat.“

Der Junge, der einst im Fahrerhaus spielte, ist angekommen.

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