MAN Schweiz

Der vielschichtige Alltag von Fabian Gideon

Vom Maxi-Cosi auf den Beifahrersitz und schließlich ans eigene Steuer: Für Fabian Gideon aus Büren war der Weg in die Transport- und Baubranche quasi vorbestimmt. Mit 18 Jahren hat er seinen Lkw-Führerschein gemacht und mit 23 seine eigene Firma gegründet. Doch hinter der tiefen Faszination für schwere Maschinen steckt heute ein Berufsalltag, der weit über das einfache Fahren hinausgeht und sogar bis tief in die Geschichte unserer Familien reicht.

Für Fabian ist MAN eine lebenslange Konstante. Sein Vater ist seit über drei Jahrzehnten selbstständig und Fabian von Kindesbeinen an im Führerhaus mit dabei. Konsequenterweise absolvierte er eine Ausbildung zum Nutzfahrzeugmechatroniker, um nicht nur fahren zu können, sondern die Technik seiner Fahrzeuge bis ins Detail zu verstehen und im Bedarfsfall in der Werkstatt selbst helfen zu können.

Drei MAN Lkw von Fabian Gideon für verschiedene Tätigkeiten im Einsatz.

Fabian, ein MAN TGS 28.480 und die Archäologie  

Nach einem Jahr als Geselle und einer Zwischenstation im elterlichen Betrieb gründete er am 1. Januar 2023 sein eigenes Unternehmen Gideon Erdbau und Transporte. Den Grundstock bildete ein treuer MAN TGS 28.480, den er von seinem Vater übernahm. Das wohl außergewöhnlichste Feld seiner täglichen Arbeit sind die Einsätze für die Archäologie.

  

Während viele Erdbau-Betriebe oft auf Masse und Geschwindigkeit setzen, ist bei diesen Spezialaufträgen ein feines Gespür gefragt. Fabian ist mit seinem Bagger oft dort im Einsatz, wo Forscher nach Relikten aus der Römerzeit suchen. Dabei fasziniert ihn besonders der Blick der Experten: „Ich sehe im Boden oft nur unscheinbare Flecken, während die Archäologen darin historische Strukturen erkennen.“ Neben antiken Schätzen kommen bei diesen Feldgrabungen gelegentlich auch gefährliche Überbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg ans Tageslicht, was die Arbeit zu einer ständigen und präzisen Entdeckungsreise macht.

Jeder sollte mal im Lkw gesessen haben, dann merkt man die Herausforderungen ganz schnell!
Fabian Gideon
Der schwarze MAN TGX 33.640 mit gelben MAN- Löwenaufkleber von Fabian Gideon im Einsatz auf einer Baustelle.

Sein eigener Chef zu sein, ist kein Zuckerschlecken

Trotz dieser spannenden Aufgaben ist das Leben als junger Selbstständiger kein Selbstläufer. Fabian betont, dass er sich den Schritt in die Selbstständigkeit unter den aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen und angesichts der bürokratischen Hürden heute zweimal überlegen würde. „Ganz ohne Hilfe wäre es wohl nicht möglich gewesen“, erinnert er sich. Besonders im Winterdienst, wenn er mit dem Schneepflug große Mengen Schnee räumt, mangelt es vielen Autofahrern an Verständnis und Wertschätzung für die Notwendigkeit von Sicherheitsabständen oder die eingeschränkte Sicht aus einer Lkw-Kabine. Zusammenfassend sagt er:  

Ein Appell an alle

Fabians Resümee nach den ersten Jahren seiner Karriere ist dennoch klar: Die Vielseitigkeit seines Berufs, die ihn täglich an neue Orte und zu unterschiedlichen Projekten führt, ist durch nichts zu ersetzen. Damit die Branche für kleine Betriebe lebenswert bleibt, plädiert er für mehr Zusammenhalt: „Wir kleinen Betriebe müssen zusammenhalten.“ Anstatt um Aufträge zu konkurrieren, sollten gerade kleine Firmen das Gespräch miteinander suchen und sich organisieren, um gemeinsam bestehen zu können. Schon kleine Empfehlungen können viel bewirken. Für ihn steht nach wie vor fest: „So wie es ist, finde ich es gut und ich weiß nicht, was ich ändern wollen würde.“

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