Max Gräß entscheidet sich bewusst gegen Wachstum
Morgens im Lkw, abends im Büro und dazwischen ein Unternehmen, das bewusst klein bleiben soll. Max Gräß aus Ottweiler im Saarland ist nicht nur Chef seines eigenen Fuhrunternehmens, er sitzt jeden Tag auch selbst hinter dem Steuer. Genau das ist für ihn Herausforderung und Leidenschaft zugleich.
2018 begann alles mit einem einzigen Fahrzeug. Schritt für Schritt hat sich Max seitdem seinen Betrieb aufgebaut. Heute umfasst sein Fuhrpark vier Lkw und für ihn ist klar, dass er nicht unbegrenzt wachsen will. „Viel größer werden will ich nicht“, sagt er ganz bewusst. Für ihn zählt nicht die Größe des Unternehmens. Entscheidend ist für ihn, die Kontrolle zu behalten. Den Überblick behalten, Entscheidungen selbst treffen und nah an den Fahrern sein. Vor allem geht es ihm darum, dass niemand im Team einfach nur eine Nummer ist.
Bewusst überschaubar bleiben
Dabei spielt er selbst eine zentrale Rolle im Alltag. Max sitzt nicht nur im Büro, er fährt jeden Tag mit. Organisation, Planung und Verantwortung laufen parallel zum Fahrbetrieb und oft bis in den Abend hinein. Auch am Wochenende steht Büroarbeit an. Dass dabei die Freizeit manchmal zu kurz kommt, weiß er selbst. „Das ist die Kehrseite“, sagt er offen. Trotzdem würde er sich wieder genauso entscheiden.
Denn was ihn antreibt, ist die Leidenschaft für den Job. „Man soll Spaß und Freude an der Arbeit haben“, sagt er und genau das lebt er. Diese Haltung zeigt sich auch in seinem Fuhrpark. Max setzt aus Überzeugung auf MAN Trucks. Gleichzeitig spielen praktische Aspekte eine wichtige Rolle. Kurze Wege zur Werkstatt und verlässliche Fahrzeuge machen für ihn im Alltag einen entscheidenden Unterschied.
Erst kürzlich hat er seinen Fuhrpark um einen neuen MAN TGX 28.640 erweitert. Ein Fahrzeug, das er vor allem für seine Tiefladertransporte braucht. Dabei ging es ihm nicht nur um Leistung und Funktion. Der Truck wurde ganz bewusst nach seinen eigenen Vorstellungen konfiguriert. „Man soll ja auch Spaß an dem haben, was man fährt“, sagt er. Optik, Ausstattung und Details sind für ihn mehr als nur Nebensache. Sie sind Teil seiner Leidenschaft für den Beruf. Kraft, wenn sie gefragt ist, und gleichzeitig ein Fahrzeug, in dem man sich jeden Tag wohlfühlt. Genau das, was er für seine Arbeit braucht.
Zwischen moderner Technik und echter Leidenschaft
Und dann gibt es noch die andere Seite. Seinen Oldtimer. Pure Leidenschaft. „Spielzeug für Erwachsene“, nennt er den MAN 26.361 selbst. Effizienz und Zeitdruck treten hier in den Hintergrund. Im Fokus steht das Gefühl beim Fahren. Technik, die man noch spürt, und Momente, die im modernen Alltag oft verloren gehen.
Zwischen modernem Hightech-Truck und klassischem Oldtimer bewegt sich Max jeden Tag zwischen zwei Welten. Vielleicht ist genau das sein Erfolgsgeheimnis. Er konzentriert sich darauf, das zu tun, was sich für ihn richtig anfühlt. Wachstum hat für ihn eine klare Grenze. Die Leidenschaft nicht. Und seinen Ausgleich vom Lkw fahren findet er am Ende wieder im Lkw fahren selbst. Nur eben auf eine ganz andere Art.