100 Meter über der Stadt, der Wind wird spürbar stärker. Unter ihm und seinem Vater liegt Nördlingen, vor ihnen die Spitze des „Daniel“. Ein Kirchturm, den die Familie Wörle seit Jahrzehnten kennt – und Wahrzeichen der Region, in der das Familienunternehmen Wörle GmbH zu Hause ist. Immer wieder haben Felix und Jörg Wörle nach oben geschaut und gedacht: Ich will da rauf. Jetzt stehen sie genau dort und strecken die Hand aus.
Wie Felix Wörle mit einer 100-Meter-Arbeitsbühne seinen Kindheitstraum lebt
Schon als Kind wollte Felix Wörle hoch hinaus. Heute steht er genau dort – 100 Meter über dem Boden, mit einer der seltensten Maschinen der Welt.
Ein Moment, der alles verändert
Die Geschichte hinter diesem Moment beginnt nicht bei einer Person, sondern bei drei: Felix sowie seinen Eltern Jörg und Gabi Wörle. Jörg Wörle ist das zentrale Rückgrat des Familienunternehmens. Gemeinsam treffen sie Entscheidungen, gemeinsam tragen sie Verantwortung.
Doch ein persönlicher Moment bleibt prägend: Mit 15 Jahren reparierte Felix gemeinsam mit seinem verletzten Vater einen Lkw – Jörg aus dem Rollstuhl, Felix mit Werkzeug in der Hand. Als der Motor wieder lief, war da mehr als nur Technik. „Da hat’s bei mir Klick gemacht“, erinnert er sich.
Felix entschied sich für eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker im Nutzfahrzeugbereich – bewusst außerhalb des Familienbetriebs. „Man muss auch mal andere Betriebe sehen, andere Denkweisen kennenlernen.“ Dieses Wissen bringt er heute in das Familienunternehmen ein. Denn bei den Einsätzen geht es um weit mehr als Fahren. „Ich bringe Menschen sicher zum Höhepunkt – und wieder runter“, sagt er und lacht. Was ungewöhnlich klingt, beschreibt den Job aber ziemlich genau.