MAN Schweiz

An Ruhestand ist noch lange nicht zu denken

Im Stau auf der A1, kurz vor Bremen, war der Moment plötzlich da: 1.000.000 Kilometer. Für Martin Kehrbaum aus Ladbergen ist sein MAN TGX 18.500 weit mehr als nur ein Nutzfahrzeug. Er erzählt die Geschichte eines Unternehmers, der die Straße bis heute nie ganz verlassen hat.

„Wow!“ Mehr fällt Martin in diesem Moment erst einmal nicht ein. Zehn Stunden war er an diesem Tag unterwegs gewesen, vom Münsterland Richtung Hamburg. Baustellen, stockender Verkehr, endlose Staus. Dann springt der Kilometerstand seines MAN TGX 18.500 auf die magische Marke von 1.000.000 Kilometern. Dass ausgerechnet eine nervenaufreibende Fahrt auf der A1 zum Millionenkilometer Moment wurde, passt eigentlich perfekt zu dem, was den Transportalltag heute ausmacht. Denn Martin kennt beide Seiten der Branche: die des Unternehmers und die des Fahrers.

Ein stolzer emotionaler Moment. Ich habe sofort ein Foto vom Kilometerstand gemacht.
Martin Kehrbaum
Der grüne MAN TGX 18.500 von Martin Kehrbaum hat die 1 Millionen Kilometermarke überschritten. Auf der Anzeige ist das deutlich zu erkennen.

Vom Schrauber zum Unternehmer

Schon als Kind war für ihn klar, wofür sein Herz schlägt: Lkw, Landmaschinen und Technik. „Ich bin gelernter Lkw Schlosser und Meister“, erzählt er. Die Begeisterung für Fahrzeuge begleitet ihn bis heute und wurde irgendwann zum Fundament seines Unternehmens Kehrbaum Carbon Prozess in Ladbergen.

Neben dem eigentlichen Kerngeschäft gehört inzwischen auch eine eigene kleine Logistikflotte dazu. Für Martin war das immer ein Herzensprojekt. „Unsere eigene Logistik und die eigene Werkstatt waren etwas, das ich unbedingt aufbauen wollte.“

Der grüne MAN TGX 18.500 von Martin Kehrbaum hat die 1 Millionen Kilometermarke überschritten fährt auf dem Bild einen Siloauflieger, der gerade geleert wird.

Der MAN TGX 18.500 spielte dabei über viele Jahre eine besondere Rolle. Auch wenn die Millionenkilometer nicht allein von Martin gefahren wurden, verbindet ihn mit dem Truck eine lange gemeinsame Geschichte. „Einen Großteil davon bin ich sicherlich selbst gefahren“, sagt er. Heute sitzt Martin längst nicht mehr täglich hinter dem Lenkrad. Als Unternehmer kümmert er sich um Organisation, Kunden und die gesamte Logistik. Trotzdem zieht es ihn immer wieder zurück auf die Straße.

„Wenn ich länger nicht gefahren bin, freue ich mich umso mehr, mal wieder mit dem Lkw unterwegs zu sein“, erzählt er. Gleichzeitig merke er aber auch jedes Mal, wie sehr sich der Beruf verändert hat.

Zwischen Leidenschaft und Realität

„Die Transportwelt ist sehr herausfordernd geworden.“ Immer mehr Verkehr, Baustellen und Zeitdruck würden Fahrer und Unternehmen gleichermaßen belasten. Besonders die fehlende Wertschätzung für Berufskraftfahrer beschäftigt ihn. Dass Martin die Perspektive der Fahrer bis heute versteht, ist ihm wichtig. Schließlich war er selbst viele Jahre regelmäßig unterwegs und kennt die täglichen Herausforderungen aus eigener Erfahrung.

Sie sind jeden Tag für uns auf den Straßen unterwegs, damit unsere Kühlschränke gefüllt sind und unsere Bedürfnisse erfüllt werden.
Martin Kehrbaum

Altersteilzeit für den Millionenkilometer TGX

Überrascht, dass der TGX nach einer Million Kilometern noch zuverlässig läuft, war Martin übrigens nicht. Seine Antwort darauf kommt mit einem Grinsen: „Nein, er hat schließlich maximale Pflege bekommen.“

Ganz ausgemustert wurde der besondere Truck trotz seines Alters noch nicht. Einen festen Platz im Unternehmen hat er weiterhin. „Der Lkw ist inzwischen in die wohlverdiente Altersteilzeit gegangen“, sagt Martin lachend.

Für spontane oder gelegentliche Transporte steigt er auch heute noch selbst in den TGX ein. Und natürlich bekommt der Truck weiterhin genau das, was ihn durch die erste Million gebracht hat: viel Pflege und mindestens genauso viel Leidenschaft.

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