MAN Deutschland

Sein Motto? „Einmal alles, bitte!“

Eigentlich wollte sich Tino Rateike nie selbstständig machen. Dann kam Corona, und alles änderte sich.

Ein grauer MAN TGX 18.560 mit D30-Motor steht vor Backsteingebäuden und sein Besitzer Tino Rateike sitzt vor dem Lkw.

Als wir Tino erreichen, steht er in der Nähe von Köln im Stau. Der Motor   läuft, der Verkehr stockt – doch für den 40-Jährigen ist das kein Ärgernis, sondern Alltag. Sein Leben spielt sich auf der Straße ab, zwischen Baustellen, Unfällen und Fernstrecken quer durch Deutschland. Als langjähriger Fan des Fahrerclubs und stiller Mitleser anderer Trucker Storys erzählt er uns seine Geschichte. Diese beginnt vor Jahren an einer Ampel in seiner Heimat.  

Tino wuchs in Senden auf, einem Ort im Münsterland. Dort fuhren regelmäßig Fahrer zum nahe gelegenen Betonwerk, um Betonteile zu laden. „Wenn die Lkw an der Ampel hielten, sich das Fahrerhaus beim Bremsen nach vorne neigte, die Bremsanlage zischte und mir zurückgewunken wurde, das hat mich fasziniert“, erinnert sich Tino. Irgendwann durfte er mitfahren. „Das war ein MAN F2000 19.463 Silent. Seitdem hat es mich gepackt.“

Nach einer Ausbildung zum Berufskraftfahrer fuhr Tino zunächst 16 Jahre im Fernverkehr, vom Kühler über Wechselbrücke bis hin zum Transport von Baustoffen. Er belieferte Baustellen in ganz Deutschland, darunter auch die Elbphilharmonie in Hamburg. Heute ist Tino mit Planen- und Baustoffaufliegern unterwegs, die bei Bedarf mit einem Mitnahmestapler ergänzt werden können.  

Auf Kundenwünsche einzugehen, ist heutzutage das A und O in der Branche.
Tino Rateike
Ein grauer MAN TGX 18.560 mit D30-Motor von Tino Rateike fährt in ein altes Industrieviertel.

Das intensivste Jahr

Als Angestellter war er zufrieden. Dann kamen Umstrukturierungen, das persönliche Miteinander geriet in den Hintergrund. Immer öfter kam ihm der Gedanke, etwas zu verändern. Es folgte das intensivste Jahr seines Lebens. 2022, mitten in der Coronapandemie, machte Tino seinen Verkehrsleiterschein. „Ich habe gepaukt wie verrückt und parallel alles organisiert.“ In dieser Zeit wurde auch sein Sohn geboren, die Familie zog um und renovierte ein Haus. „Vier Wochen nach der Geburt kam dann grünes Licht“, erzählt Tino. „Das ging so schnell, dass ich etwas erstaunt war.“

Am Anfang seiner Selbstständigkeit fand er einen jungen Leasingrückläufer von MAN. Als nach drei Jahren der Wartungsvertrag auslief, war für Tino klar: Jetzt kommt der Richtige. Seine Wahl fiel auf einen MAN TGX 18.560 mit D30-Motor, genau nach seinen Vorstellungen konfiguriert. „Was stand auf meiner Wunschliste? Eigentlich alles“, lacht Tino. „Ich wollte flexibel sein, auf Kundenwünsche eingehen und mich der Marktwirtschaft anpassen können.“ Daher: „Einmal alles, bitte!“

Nebenantrieb und eine luftgefederte Vorderachse waren ihm wichtig, denn im Sommer fährt er viel für Windparks. Da sind die Bodenverhältnisse manchmal unberechenbar und ein klarer Kopf und Organisationstalent gefragt.

Was stand auf meiner Wunschliste? Eigentlich alles. Ich wollte flexibel sein, auf Kundenwünsche eingehen und mich der Marktwirtschaft anpassen können.
Tino Rateike

Teil einer Gemeinschaft

Mit dem Kauf seines MAN TGX wurde Tino auch Mitglied bei Trucker’s World. „Der Club ist eine tolle Sache – das kenne ich in der Form sonst nicht“, sagt er. „Die gemeinsamen Events und Aktionen sind super und bringen die Fahrer zusammen.“ Für Tino ist das mehr als ein Bonus: Es ist Teil dessen, was MAN für ihn besonders macht.

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