MAN Österreich

Gemeinsam mit Rosenbauer, dem weltweit größten Feuerwehrausrüster, präsentiert MAN auf der INTERSCHUTZ 2026 die erste vollelektrische Feuerwehrdrehleiter unter 16 Tonnen – aufgebaut auf dem neuen vollelektrischen eTGM-Chassis. So sieht die Zukunft des Feuerwehreinsatzes in Städten aus.

Feuerwehrauto Rosenbauer eTGM fährt aus der Garage

Im urbanen Einsatz zählt jede Sekunde. Und immer öfter auch jedes Kilogramm: Aufstellflächen für Feuerwehrfahrzeuge unterliegen in Deutschland klaren Gewichtsgrenzen, schmale Gassen und dicht bebaute Innenstädte verlangen kompakte Bauweisen, und in Wohngebieten, Tiefgaragen oder Innenräumen sind Lärm und Abgase ein zunehmendes Thema. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Klimabilanz kommunaler Flotten. Die Antwort von MAN und Rosenbauer auf diese Herausforderungen heißt L32A-XS electric: Erstmals präsentieren beide Hersteller eine Drehleiter, die vollelektrische Fahrgestelltechnik mit einem ebenfalls emissionsfreien Leiterbetrieb kombiniert.  

Mit weniger als 16 Tonnen Gesamtgewicht und einer Hinterachslast von unter 10 Tonnen unterschreitet das Fahrzeug erstmals die für Feuerwehraufstellflächen in Deutschland geltenden Gewichtsgrenzen. Zugleich erfüllt es die maßgebliche Leistungsnorm DIN EN 14043 für vollautomatische Drehleitern der Klasse 23/12: Personen können aus einer Höhe von 23 Metern bei einem waagerechten Abstand von 12 Metern gerettet werden. Damit ist die L32A-XS electric das weltweit leichteste Drehleiterfahrzeug auf batterieelektrischem Fahrgestell – und uneingeschränkt für den regulären Einsatz in ganz Europa zugelassen. Das erste Fahrzeug wird im Rahmen der Fachmesse INTERSCHUTZ (1. bis 6. Juni 2026 in Hannover) offiziell an das Institut der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen (IdF NRW) übergeben.

Wir sind sehr stolz, diesen großen Schritt bei der Elektrifizierung von Feuerwehrfahrzeugen zusammen mit Rosenbauer zu machen.
Friedrich Baumann, Vorstand Sales & Customer Solutions bei MAN Truck & Bus
Seitenansicht des MAN eTGM als Feuerwehrauto

Rettungskorb

Der Rettungskorb der L32A-XS electric bietet eine Nutzlast von bis zu 500 kg, also fünf Personen. Durch die vollständig öffenbare Korbfront ist auch der sichere Transport von Personen im Rollstuhl möglich. Eine integrierte Wasserführung und ein aufsetzbarer Wasserwerfer machen den Korb zudem voll einsatztauglich für den Brandeinsatz.  

Drehleiter

Die Rosenbauer L32A-XS electric ist speziell für sehr beengte Einsatzsituationen konzipiert. Dank des XS-Prinzips ermöglicht ihr extrem enger Aktionsradius präzise Bewegungen des Leitersatzes – vom stufenlosen Aufrichten entlang von Fassaden bis zum Drehen auf engstem Raum. Sie erfüllt die Leistungsnorm DIN EN 14043 der Klasse 23/12 und rettet Personen aus 23 Metern Höhe bei 12 Metern waagerechtem Abstand.  

Batteriepacks

Zwei Lithium-Ionen-Batterien mit insgesamt 178 kWh Bruttokapazität (160 kWh nutzbar) liefern die Energie für Fahrt und Leiterbetrieb. Im urbanen Einsatz reicht das für bis zu zehn typische Einsatzfahrten mit jeweils rund acht Kilometern – ohne Zwischenladen. Im ländlichen Bereich sind rund vier Einsätze mit etwa 20 Kilometern Anfahrt möglich.  

Ladeanschluss

Geladen wird die L32A-XS electric per Gleichstrom mit bis zu 250 kW. Von 5 auf 80 Prozent ist die Batterie damit in rund 33 Minuten wieder einsatzbereit. So bleibt das Fahrzeug auch bei dichter Einsatzfolge schnell wieder verfügbar.  

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eTGM-Chassis: modular, aufbaufreundlich, emissionsfrei  

Den Antrieb übernimmt der MAN eCD210 Zentralantrieb, bestehend aus Elektromotor und MAN TipMatic 2-Gang-Getriebe. Er ist in der Rahmenmitte positioniert, leistet dauerhaft 210 kW (285 PS) und liefert ein Drehmoment von 800 Newtonmetern. Ein drehmomentstarker mechanischer Nebenantrieb (mPTO) übernimmt zusätzlich den Antrieb der Drehleiter – serienmäßig und ohne aufwändige Zusatzlösungen. Das speziell für Einsatzfahrzeuge entwickelte Fahrprogramm „Emergency“ sorgt zusammen mit dem leistungsstarken Antriebsstrang für maximale Beschleunigung und optimierte Fahrdynamik im Alarmfall.  

Die Energie liefern zwei Lithium-Ionen-Batterien mit insgesamt 178 kWh Bruttokapazität (160 kWh nutzbar). Damit sind im urbanen Betrieb bis zu zehn typische Einsätze mit jeweils rund acht Kilometern Fahrtstrecke ohne Zwischenladen möglich, im ländlichen Bereich rund vier Einsätze mit jeweils etwa 20 Kilometern Anfahrt. Aufgeladen wird das Fahrzeug per Gleichstrom mit bis zu 250 kW – von 5 auf 80 Prozent in nur rund 33 Minuten. Das eTGM-Fahrgestell baut auf dem modularen MAN BEV-Baukasten auf, dessen Komponenten – darunter Hochvolt-Architektur, Thermomanagement und Batteriesysteme – ebenso im 12-Tonner eTGL wie in den größeren eTGS und eTGX mit bis zu 50 Tonnen Gesamtzuggewicht zum Einsatz kommen. Aufbaufreundliche Schnittstellen, optimierte Radstände und der serienmäßige mPTO machen das Fahrgestell ideal für anspruchsvolle Aufbauten wie Feuerwehr-Drehleitern oder andere kommunale Anwendungen.  

Volle Einsatzfähigkeit – auch in schmalen Gassen  

Auch der Aufbau setzt Maßstäbe: Die L32A-XS electric ist speziell für sehr beengte Situationen konzipiert. Dank des XS-Prinzips ermöglicht der extrem enge Aktionsradius präzise Bewegungen des Leitersatzes – vom stufenlosen Aufrichten des Rettungskorbs entlang von Fassaden bis zum Drehen des gesamten Leitersatzes auf engstem Raum. Der neigbare Korbarm erweitert die Einsatzmöglichkeiten zusätzlich, etwa beim Anleitern von Fenstern oder beim Arbeiten über Hindernisse hinweg. Die Hochleistungshydraulik sorgt für kurze Rüstzeiten, die bewährte Waagrecht-Senkrecht-Abstützung sowie die 3D-Lastmessung von Rosenbauer für maximale Sicherheit.  

Der Rettungskorb bietet eine Nutzlast von bis zu 500 Kilogramm, also fünf Personen, und ermöglicht durch die vollständig öffenbare Korbfront auch den sicheren Transport von Personen im Rollstuhl. Eine integrierte Wasserführung und ein aufsetzbarer Wasserwerfer machen den Korb zudem voll einsatztauglich für den Brandeinsatz.  

Rosenbauer und MAN übergaben den weltweit ersten Drehleiter E-Lkw unter 16 Tonnen auf der INTERSCHUTZ 2026 an das Institut der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen (IdF NRW).

Ein Meilenstein für die Elektrifizierung von Feuerwehrfahrzeugen  

„Dank des modularen Batteriekonzeptes unserer Elektro-Lkw können wir alle Gewichtsanforderungen von 12 bis 50 Tonnen abdecken. Unser neuer MAN eTGM eignet sich perfekt für Aufbaulösungen bis 16 Tonnen und ist daher die ideale Kombination für dieses erste vollelektrische Drehleiterfahrzeug, das alle relevanten Feuerwehrnormen erfüllt“, sagt Friedrich Baumann, Vorstand Sales & Customer Solutions bei MAN Truck & Bus. „Wir sind sehr stolz, diesen großen Schritt bei der Elektrifizierung von Feuerwehrfahrzeugen zusammen mit Rosenbauer zu machen.“  

Auch beim Partner Rosenbauer wird die Weltneuheit als Durchbruch gewertet: „Mit dem Aufbau der L32A-XS electric auf dem vollelektrischen eTGM-Chassis von MAN machen wir möglich, was bisher noch kein Anbieter geschafft hat. Wir stellen das bislang weltweit leichteste Drehleiterfahrzeug auf batterieelektrischem Fahrgestell her. Es kombiniert die bewährte Drehleitertechnologie von Rosenbauer mit den Vorteilen eines emissionsfreien und besonders leisen Betriebs“, sagt Andreas Zeller, Vertriebsvorstand der Rosenbauer International AG. „Das Fahrzeug eignet sich vor allem für Einsätze im urbanen Raum sowie für Anwendungen auf Flughäfen, in Werkfeuerwehren und im Schulungsbereich – sogar für den Einsatz in Innenräumen.“  

Beim ersten Kunden, dem IdF NRW, fällt die neue Drehleiter auf fruchtbaren Boden: „Wir bauen den Einsatz elektrischer Technologien in unserer Ausbildung konsequent aus. Nach der Beschaffung eines RT von Rosenbauer steht uns mit der L32A-XS electric nun auch eine Drehleiter unter 16 Tonnen zur Verfügung, die ohne zusätzliche Zulassungen oder Sonderprüfungen im regulären Betrieb eingesetzt werden kann. Das ist ein Meilenstein in unserer Ausbildungs- und Einsatzpraxis“, freut sich Marcel Völkert vom IdF NRW.  



Text:  Christian Buck
Fotos:  Rosenbauer/MAN

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