Batterieelektrische Antriebe haben also keine Chance bei Hochleistungs-Anwendungen?
Natürlich gibt es ständige Verbesserungen. In den nächsten fünf bis zehn Jahren sehe ich aber keine Sprünge in solchen Größenordnungen, wie wir sie etwa für einen Mähdrescher oder andere Land- und Baumaschinen mit hohem Leistungsbedarf bräuchten. Und es kommt noch etwas hinzu: Wir als MAN Engines dürfen die anderen Weltregionen nicht außer Acht lassen, die sich nicht so schnell elektrifizieren werden wie wir. Dort wird es noch lange eine Nachfrage nach Verbrennungsmotoren geben. Am besten in Kombination mit klimafreundlichen Kraftstoffen, damit dort auch heute schon Antriebe CO2-reduziert betrieben werden können.
Klimafreundlich sind auch Bio- und Klärgase. Was bieten Sie Ihren Kunden in diesem Bereich?
Wir haben schon eine große Zahl an Bio- und Klärgasmotoren gebaut, die weltweit in Betrieb sind. Übrigens wäre auch synthetisches Methan ein klimafreundlicherer Kraftstoff, den man – auch mit beigemischtem Wasserstoff – problemlos in unseren Gasmotoren verbrennen und somit ihre Einsatzdauer verlängern könnte. Wir sollten nie vergessen, dass das Erdgasnetz der größte Energiespeicher in Deutschland ist und vier Monate lang Energie ohne Nachschub liefern kann.