MAN Österreich

Der MAN TGE im Einsatz als mobile Coronavirus-Test-Station

Das MAN Coronavirus Diagnostikfahrzeug im Einsatz als mobile Coronavirus-Test-Station

Auf einen Blick

  • Schnelle Testergebnisse
    Dank integrierten SARS-CoV-2-Testgeräten liegen die Resultate der PCR-Tests in der Regel bereits nach weniger als einer Stunde vor.
  • Flexibel & mobil
    Unser Fahrzeug kommt schnell dorthin, wo ein neuer Hotspot entsteht, wo die Test- und Labormöglichkeiten begrenzt oder keine stationären Testzentren vorhanden sind.
  • Fortschrittliche Medizintechnik
    Der MAN TGE ist mit innovativer Diagnostik-Technologie ausgestattet. Der Prozess der Testauswertung basiert auf dem modernsten Stand der Molekulardiagnostik (PCR-Test).

PCR-Tests mit dem MAN Coronavirus Diagnostikfahrzeug

Wir leisten unseren Beitrag zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie mit dem MAN Coronavirus Diagnostikfahrzeug.

Eine weltweite Pandemie hat uns und unser gesellschaftliches Leben seit einigen Monaten fest im Griff. Wir haben zusammen mit renommierten Experten und Partnern ein innovatives, praxistaugliches Gesamtkonzept erarbeitet, um einen Beitrag zur Eindämmung von lokalen Infektionsgeschehen in der COVID-19-Pandemie zu leisten: Das MAN Coronavirus Diagnostikfahrzeug.

Als mobile Test-Station kommt unser MAN TGE dorthin, wo er gebraucht wird, wo ein neuer Hotspot entsteht oder zu Einrichtungen und Gebieten mit akutem Testbedarf. So lassen sich Testkapazitäten je nach Bedarf umgehend verlagern und dort einsetzen, wo sie benötigt werden.

In unserem Spezialfahrzeug können PCR-Tests durchgeführt werden mit einer Kapazität von über 500 Tests pro Tag – die Ergebnisse liegen bereits nach weniger als einer Stunde vor. Mit einem vollautomatischen Analyseprozess und einer durchgängig digitalen Prozesskette gewinnen wir einen entscheidenden Zeitvorteil beim Durchbrechen von Infektionsketten und der Verbreitung des Virus.

Unser kompetentes Partnernetzwerk

Das innovative Fahrzeugkonzept wurde durch die einzigartige Kooperation mit Experten aus der Medizintechnik, Ärzten, Seuchenschutzbeauftragten sowie unseren Partnern aus der Nutzfahrzeugindustrie erarbeitet.

Partner bei der Entwicklung des MAN Coronavirus Diagnostikfahrzeugs

Vision, Idee & Fahrzeug-Konzept

Zusammenarbeit MAN Truck & Bus mit Leeloo Engineering und Leeloo Medical.

Infektionsschutz, Seuchenschutz & Patientenhandling

Fachliche Beratung durch Ambulanzdienstleister MKT-Krankentransport und die Fachstelle Seuchenschutz des Medizinischen Katastrophen-Hilfswerk Deutschland e.V. (MHW)

Umbau, Innenausbau & Aufbau

Kooperation zwischen MAN Bus Modification Center Plauen und AMS Ambulanzmobile

Medizintechnik, Testgeräte & Labordiagnostik

Im Pilotprojekt mit aprimeo diagnostics.

So läuft der Einsatz des MAN Coronavirus Diagnostikfahrzeugs

Ein reibungsloser Ablauf von der Fahrzeugbuchung bis zur Fahrzeugreinigung: Das MAN Coronavirus Diagnostikfahrzeug kommt zum gewünschten Einsatzort. Vor Ort erfolgt die Abstrichentnahme, die Testauswertung und die Kommunikation der Ergebnisse in einem durchgängigen Prozess.

Innovative Fahrzeugkonzepte

Basis des MAN Coronavirus Diagnostikfahrzeugs ist ein speziell nach den medizinischen Bedürfnissen umgebauter MAN TGE mit einem Turbodieselmotor mit 177 PS. Die kompakte Variante bietet zusätzlich einen Allradantrieb.

Basis des MAN Coronavirus Diagnostikfahrzeug ist ein MAN TGE mit 177 PS.
Die Standardvariante des MAN TGE Coronavirus Diagnostikfahrzeug

Die kompakte Variante des MAN TGE

  • Hohe Testkapazität und geringerer Desinfektionsaufwand
  • Abstrich-Entnahme wird außerhalb des Fahrzeugs durchgeführt
  • Mit an Bord: 16 SARS-CoV-2-Testgeräte in einem innovativen, schwingungsarmen Racksystem

Die erweiterte Variante des MAN TGE Coronavirus Diagnostikfahrzeug

Die erweiterte Variante des MAN TGE mit Patientenraum

  • Hohe Flexibilität bei akutem Test-Bedarf und häufigen Ortswechseln
  • Integrierter, separater Patientenraum zur Entnahme des Abstrichs mit zwei elektrischen Türen
  • Abgetrennter Raum mit 8 SARS-CoV-2-Testgeräten in einem schwingungsarmen Racksystem

Praxisorientierte Fahrzeugausstattung

Der Laderaum des MAN TGE wurde so ausgebaut, dass in der erweiterten Fahrzeugversion zwei separate Bereiche für die Entnahme des Abstrichs und den Diagnostikraum zur Untersuchung der Proben entstehen. In der kompakten Version nimmt der Diagnostikraum den gesamten Laderaum in Anspruch. Die Entnahme der Abstriche erfolgt dabei außerhalb des Fahrzeugs.

Die Ausstattung von Patientenraum und Diagnostikraum im Detail

  • Zwei automatische Schiebetüren (nur in der erweiterten Fahrzeugversion) für getrennten Ein- und Ausstieg
  • Beleuchtungskonzept für den Arbeitsplatz im Innenraum und elektronische, beleuchtete Trittstufe
  • Standklima-Anlage und Standheizung
  • Waschbecken mit berührungslosem Wassserhahn
  • Kühlschrank mit Verriegelung
  • Internetfähig dank MAN Telematik-Box
  • 220 V-Anschluss für Rechner, Drucker und sonstige Geräte zur Datenerfassung und -bearbeitung
  • Verstaumöglichkeit für kontaktfreien Zugang zu Masken, Handschuhen, Schutzanzügen und Desinfektionsmitteln
  • Externe Box für die Entsorgung von kontaminiertem Material
  • Möglichkeit zur externen Stromversorgung gegeben

Diagnostik auf dem modernsten Stand der Technik

Mit an Bord des MAN Coronavirus Diagnostikfahrzeugs befinden sich – je nach Fahrzeugvariante – 8 bzw. 16 SARS-CoV-2-Testgeräte, die in einem speziellen, schwingungsarmen Racksystem benutzerfreundlich angeordnet sind. Dank des modularen Aufbaus kann das Spezialfahrzeug auch für weitere medizinische Zwecke genutzt werden.

Die SARS-CoV-2-Testgeräte im MAN Coronavirus Diagnostikfahrzeug.

Innovative Testgeräte

Die eingesetzten SARS-CoV-2-Testgeräte an Bord entsprechen den höchsten Standards der Molekulardiagnostik – für den vollautomatischen PCR-Test wird kein zusätzlicher Reinraum benötigt. Die Bedienung der Testgeräte kann ohne Labor-Fachpersonal durchgeführt werden.

Die Probe wird mittels Abstrichtupfer auf die Proben-Kartusche gegeben.

Vollautomatischer Analyseprozess

Die Probe wird mittels Abstrichtupfer aus Nase oder Rachen entnommen und ohne aufwändige Aufbereitung in eine Kartusche gegeben. Anschließend wird die Kartusche, die bereits sämtliche für den Testlauf erforderlichen Reagenzien enthält, vollautomatisch im Testgerät prozessiert. Da jede Kartusche ein für sich geschlossenes System darstellt, ist die Infektionsgefahr beim Handling minimal. Eine Kühlung der Kartuschen oder Proben ist nicht notwendig.

Die Proben-Kartusche wird in dem Testgerät analysiert.

Hoher Qualitätsstandard

Der Coronavirus-Schnelltest, der im Fahrzeug durchgeführt werden kann, erfüllt die Qualitätsstandards der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Durch den Einsatz eines CE-zertifizierten 5er-Pooling können Testkapazitäten gebündelt werden – so können pro Fahrzeug mehr als 500 Testergebnisse täglich generiert werden. Die Testergebnisse sind in der Regel bereits nach weniger als einer Stunde verfügbar und können über eine digitale Schnittstelle direkt an die Testperson weitergeleitet werden.

Häufig gestellte Fragen zum MAN Coronavirus Diagnostikfahrzeug

Bei Verdacht auf eine SARS-CoV-2-Infektion und der Gefahr einer Verbreitung bei vielen Menschen im Umfeld kann durch den schnellen Einsatz der mobilen Spezialfahrzeuge dabei geholfen werden, gezielt Infektionsketten zu unterbrechen. Die Fahrzeuge erreichen einzeln oder in einer größeren Flotte Menschen zu Hause, auf der Arbeit oder in der Schule und an speziellen Orten mit akutem Testbedarf.

Der Coronavirus-Test an Bord des Fahrzeuges ist ein vollautomatisierter, molekulardiagnostischer Test. Es wird ein sogenanntes PCR-Verfahren mit einer Polymerasen-Kettenreaktion durchgeführt.

Im Fahrzeug sind bis zu 16 einzelne Schnelltestgeräte integriert und digital vernetzt. Im Rahmen eines Point-of-Care-Testing liefern sie schnelle Testergebnisse in der Regel nach weniger als einer Stunde.

Der Begriff Point-of-Care-Testing oder kurz POCT beschreibt eine Labordiagnostik, die nicht in einem Zentrallabor, sondern mobil und patientennah durchgeführt wird.

In beiden MAN TGE Fahrzeugvarianten wird der Abstrich im Fahrzeug oder in der Nähe durchgeführt. Die eigentliche Diagnostik erfolgt immer im Fahrzeug.

Die Spezialfahrzeuge mit automatisierter Point-of-Care Diagnostik an Bord können von Unternehmen mit betriebsärztlichem Dienst sowie Flottenbetreibern im ambulanten Gesundheitsbereich bestellt und betrieben werden. Die vollausgestatten Spezialfahrzeuge sind betreiberspezifisch konfigurierbar und sofort einsetzbar. Aufgrund der medizinischen Anforderungen sind die Spezialfahrzeuge nicht für den Privatgebrauch geeignet.

Grundsätzlich gibt es zwei MAN TGE Fahrzeugvarianten. Die ersten Variante auf Basis des MAN TGE 3,5 Tonnen ermöglich hohe Testkapazitäten von mehr als 500 Testergebnissen pro Tag. In der zweiten Variante des MAN TGE 5,5 Tonnen befindet sich ein dezidierter Abstrichraum, der somit schnelle Ortswechsel und bis zu 250 Testergebnisse pro Tag ermöglicht.

Basierend auf den zwei Varianten des MAN TGE mit 3,5 und 5,5 Tonnen sind je nach Anforderungen der Betreiber individuelle Konfigurationen bzgl. Sonderausstattungen möglich. Nach einem persönlichen Beratungsgespräch erstellen wir gerne ein individuelles Angebot für Sie.

Die Testergebnisse werden von den Testgeräten digital über WiFi, Bluetooth oder Mobilfunk an den Computer im Fahrzeug verschickt und liegen dort sowohl als PDF zur Weiterleitung als auch als Datenformat HAL7 zur Anbindung an relevante Schnittstellen vor. Somit ist eine automatisierte Weiterleitung in bestehende Übermittlungssysteme möglich, was eine vollständig digitalisierte Prozesskette und Nachvollziehbarkeit unter geltenden Datenschutzbestimmungen ermöglicht.

Durch flexible Multiplex-Kartuschen können neben dem Nachweis auf SARS-CoV-2 alle weiteren Nachweise geführt werden, die prinzipiell eine PCR-Diagnostik möglich macht. Darüber hinaus ermöglicht der modulare Aufbau des Spezialfahrzeuges nach höchsten medizinischen Standards einen generellen Einsatz als medizinisches Einsatzfahrzeug und das Fahrzeug kann längerfristig ganz im Sinne des "Testen, Impfen, Spenden" verwendet werden.

Der im Vivalytic Analyzer durchgeführte PCR-Test gilt als der "Goldstandard" unter den Corona-Tests und ist mit einer Sensitivität von 98% sowie einer Spezifität von 100% allen anderen Verfahren wie z.B. günstigeren Antigen-Tests mit einer deutlich niedrigeren Sensitivität deutlich überlegen. Darüber hinaus bietet der PCR-Test neben dem reinen Nachweis von SARS-CoV-2 auch die Möglichkeit weitere Viren mit abzutesten, wie z.B. Influenza A und B. Gerade in Risikogebieten und lokalen Hotspots, wo ein Einsatz des MAN Coronavirus Diagnosefahrzeugs sinnvoll ist, sollte ein PCR-Test verwendet werden.

Die multisektorale ärztliche Versorgung sowie der intelligente Einsatz von innovativen Versorgungskonzepten im ländlichen Raum ist eines der Top-Themen der Medizinbranche. Neben dem Akuteinsatz zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie ist das MAN Coronavirusfahrzeug ein erster innovativer Schritt zu breiter und flexibler Versorgung in der Fläche. Der intelligente und digital vernetzte Flottenansatz kann dabei einen ersten Schritt zu mobil einsetzbaren Versorgungskonzepten darstellen.

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