Chemielaborant/-in
Die Ausbildung dauert 3 1/2 Jahre und umfasst in den ersten beiden Jahren im Wesentlichen: Chemische und physikalische Methoden (Probenahme und Probenvor- bereitung, physikalische Größen und Stoffkonstanten, Analyseverfahren, Trennen und Vereinigen von Stoffen), Durchführen analytischer Arbeiten (Vorbereiten von Proben, qualitative Analyse, Spektroskopie, Gravimetrie, Maßanalyse, Chromatografie, Auswerten von Messergebnissen, Durchführen präparativer Arbeiten) sowie an Fachinhalten integriert zu vermittelnde Qualifikationen wie: Qualitätssichernde Maßnahmen, Kundenorientierung, Wirtschaftlichkeit im Labor, Arbeitsorganisation und Kommunikation, Arbeiten im Team, Informationsbeschaffung und Dokumentation, Anwenden von Fremdsprachen bei Fachaufgaben sowie Umgang mit Kommunikations- und Informationssystemen.
Im dritten und vierten Ausbildungsjahr differenziert sich die Ausbildung in einem Wahlpflichtbereich: Aus einem "Pool" von 23 in der Ausbildungsordnung festgeschriebenen Qualifikationseinheiten müssen insgesamt sechs dieser so genannten Wahlpflichtbausteine ausgewählt und vermittelt werden. Die Inhalte dieser Qualifikationen vertiefen oder verbreitern das in der ersten Phase der Ausbildung erworbene Wissen.
Tätigkeitsbereich
Chemielaboranten arbeiten teamorientiert in enger Kooperation mit Naturwissenschaftlern und Ingenieuren in Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionslaboratorien der Industrie, an Hochschulen, in chemischen Forschungsstätten und in Untersuchungsstellen sowie im Technikum bei der Übertragung eines chemischen Verfahrens vom Labormaßstab in den betrieblichen Maßstab.
Chemielaboranten führen Analysen und Qualitätskontrollen, Synthesen und messtechnische Aufgaben selbstständig durch. Dabei planen sie die in Laboratorien vorkommenden praktischen Arbeitsabläufe, protokollieren die Arbeiten und werten die Arbeitsergebnisse aus. Bei ihren Arbeiten müssen sie mit hoher Verantwortung insbesondere die Vorschriften und Regelungen zur Arbeitssicherheit, zum Gesundheitsschutz, zum Umweltschutz sowie zur Qualitätssicherung berücksichtigen. Sie besitzen eine breit angelegte naturwissenschaftliche Ausbildung und haben im letzten Drittel ihrer Ausbildung - abhängig von den betrieblichen Schwerpunkten - Spezialkenntnisse und -fertigkeiten erworben, die es ihnen ermöglichen, in unterschiedlichen Bereichen team- und projektbezogen zu arbeiten.
Aufstiegsmöglichkeiten bestehen zum/zur Industriemeister/in (Fachrichtung Chemie), zum/zur staatlich geprüften Techniker/in (Chemietechnik, Laborchemie, Umweltschutz) und zur/zum Diplomingenieur/in (FH) Fachrichtung Chemie.
Ausbildungsdauer: 3 1/2 Jahre
Zugangsvoraussetzung: Fachoberschulreife
Anzahl: Alle 4 Jahre 1 Auszubildender
Ort der Ausbildung: Oberhausen
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